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Flughafen Düsseldorf begrüßt Luftverkehrsgipfel – Hilfspaket wäre eine angemessene Unterstützung

Der Flughafen Düsseldorf begrüßt die Entscheidung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, am 6. November einen Luftverkehrsgipfel auszurichten. Ein Hilfspaket für die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Notlage geratenen Flughäfen wäre eine dringend benötigte und angemessene Unterstützung. Die negativen wirtschaftlichen Folgen werden für die Flughäfen immer stärker spürbar. Allein während des Lockdowns sind den deutschen Flughäfen Vorhaltekosten für die Bereitstellung der Infrastruktur von knapp 740 Millionen Euro entstanden.

Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens und Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV): „Gerade während des Lockdowns hat sich gezeigt, dass die Flughäfen eine unverzichtbare Funktion haben. Obwohl in Düsseldorf die Passagiernachfrage zeitweise um bis zu 98 Prozent zurückging, haben wir unseren Flughafen offen gehalten, um Urlauber mit dem Flugzeug aus Risikogebieten zurückholen und die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung sicherstellen zu können. Die damit einhergehenden Vorhaltekosten belaufen sich allein in Düsseldorf auf über 50 Millionen Euro. Es wäre angemessen, wenn der Staat den Flughäfen, denen als kritische Infrastruktur im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge eine besondere Verantwortung für die Aufrechterhaltung des Verkehrs zukommt, die angefallenen Bereitstellungskosten vergütet.“

Schnalke ergänzt: „Das Engagement der NRW-Landesregierung, mit einem Entschließungsantrag im Bundesrat Bundesmittel für Flughäfen zu fordern, die während der Pandemie offengehalten wurden, war daher ein richtiger Schritt. Letztlich führte er dazu, dass auch der Bundesrat für eine Übernahme der Bereitstellungskosten zur Offenhaltung der Flughäfen während der Corona-Pandemie eintritt.“

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen rechnet der Düsseldorfer Flughafen für 2020 mit 70 Prozent weniger Passagieren als 2019. Um die akuten finanziellen Auswirkungen der Krise auf das Unternehmen abzufedern, hat der Flughafen verschiedene Möglichkeiten der Liquiditätssicherung ausgeschöpft. So hat der Airport einen vom Land abgesicherten Kredit der NRW-Bank über 250 Millionen Euro beantragt. Darüber hinaus erhält er ein Gesellschafterdarlehen der Stadt Düsseldorf und der privaten Investorengruppe Airport Partners in Höhe von 100 Millionen Euro.

Darüber hinaus hat der Düsseldorfer Flughafen frühzeitig für alle Mitarbeiter im Konzern Kurzarbeit für den Zeitraum 1. April bis 31. Dezember 2020 beantragt. Der Flughafen Düsseldorf gewährt allen betroffenen Mitarbeitern einen Zuschuss auf 90 Prozent der durchschnittlichen individuellen Nettobezüge.

Damit die Umsatzeinbrüche, die mit dieser Situation einhergehen, am Flughafen Düsseldorf nicht zu dauerhaften Verlusten führen, muss das Unternehmen die Weichen für die Zukunft stellen und seine Strukturen, Prozesse und personellen Ressourcen den neuen Rahmenbedingungen anpassen. Ziele dieser Restrukturierung sind, dass der Düsseldorfer Airport wieder aus eigener Kraft finanzierbar ist und auf einer nachhaltigen wirtschaftlichen Grundlage steht.

Der Luftverkehr ist und bleibt in normalen Zeiten eine elementare Stütze unseres globalen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems. 2019 generierte der Düsseldorfer Flughafen eine Bruttowertschöpfung von rund 3,4 Milliarden Euro.
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